19 Dachstein

Der Dachstein ist einer der berühmtesten Berge der Ostalpen. Sein Gipfel liegt an der Grenze der Steiermark und Oberösterreichs, mit knapp unter 3.000 Metern thront er prominent über dem Dachsteinmassiv und dem Ennstal. Das Panorama ist atemberaubend - gegen Norden breitet sich das Salzkammergut und das Ausseerland aus, Richtung Osten reicht der Blick ins Tote Gebirge und das Gesäuse. Im Südosten liegen die Niederen Tauern, gegen Südwesten siehst du weit in die Hohen Tauern mit den markanten hohen Bergen Österreichs.  

Eine Winterbesteigung bietet zusätzlichen Reiz. Der oft schneereiche Anstieg ist schwieriger als im Sommer, dafür erlebst du mit Glück den beeindruckenden Anraum am Gipfelkreuz.

Diese Tour ist für Fortgeschrittene gedacht - Begleitung durch einen Berg- und Skiführer empfohlen.

Start

Dachstein Bergstation (2.687m)
Ziel Dachstein Bergstation (2.687m)
Schwierigkeit schwarz
Höhenmeter 460m/460m (Aufstieg/Abstieg)
Zeitaufwand ca. 3:30 h
Routenbeschreibung

Abfahrt von der Dachstein Bergstation bis unterhalb des Dirndls über den präparierten und markierten Weg. Auffellen und dem Weg in langer Linkskurve bis zum Schulteranstieg folgen. Von dort je nach Lawinensituation über den steilen, vergletscherten Gipfelhang Richtung Randkluft aufsteigen. Die namensgebende Randkluft stellt heute keine große Schwierigkeit mehr dar, da der Gletscher inzwischen rund 50 Höhenmeter unter dem Einstieg von einer massiven Gletscherspalte zerrissen ist. Diese Spalte kann im Frühwinter oder bei wenig Schneelage eine Hürde darstellen, sie wird normalerweise im Aufstieg rechts gequert - im Zweifelsfall bitte mit Seilsicherung. Die letzten Meter bis zum Einstieg des Klettersteiges sind steil, es empfiehlt sich, früh an passender Stelle ein Skidepot anzulegen und die Steigeisen und Gurt und Klettersteigset anzulegen.

Die 100 Höhenmeter lange, teilweise exponierte Kletterei von der Randkluft bis zum Gipfel ist fast durchgehend mit einem Stahlseil gesichert, das im Winter allerdings oft eingeschneit ist - nach einem Schneefall muss vor allem im oberen Teil Spurarbeit geleistet werden.

Für den Abstieg bis zum Skidepot sollte ähnlich viel Zeit wie für den Aufstieg eingeplant werden. Hier wartet nun ein großartiger Nordhang mit oft sensationellem Schnee - bitte unbedingt die Lawinensituation beachten. Einkehrmöglichkeit gibt es bei der Seethalerhütte. Zuletzt folgt die leichte Abfahrt und der kurze Wiederaufstieg zur Bergstation der Gletscherbahn dem bekannten Weg.

Variante

Der Gipfel kann auch über den Schulteranstieg (250 Höhenmeter) erreicht werden. Empfohlen, wenn die Lawinengefahr unter dem Randkluftsteig zu hoch ist. Auch dieser Anstieg ist mit Stahlseil versichert, der letzte Teil führt über den oberen Teil des Randkluftsteiges. Steigeisen und Klettersteigset sind auch hier Voraussetzung.

Hinweis

Diese Skitour setzt Trittsicherheit, Umgang mit Klettersteigset und Steigeisen und generelles lawinenkundliches Einschätzungsvermögen voraus. Allgemein wird bei dieser Tour die Begleitung durch einen Berg- und Skiführer empfohlen.