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Meilensteine

 Geschichte

Die Entstehung

Bereits in den dreißiger Jahren erfolgten erste Projektausarbeitungen für die Errichtung einer Personenseilbahn auf den Dachstein von der Südseite her. Die Infrastruktur am Ramsau Plateau war damals noch so wenig ausgebaut, dass man die Talstation in Schladming bauen wollte. Dieses Großprojekt konnte infolge der wirtschaftlichen und technischen Probleme nicht verwirklicht werden.
In der Wiederaufbauphase nach dem zweiten Weltkrieg wurde von Obertraun aus bereits im Jahr 1947 mit dem Bau der Dachsteinbahnen begonnen. Die oberösterreichische Dachstein Fremdenverkehrs AG errichtete bis 1961 drei Pendelbahn-Teilstrecken zur Erschließung des Dachsteinmassives.
Auf der Südseite des Dachsteins entwickelte sich in dieser Zeit die Hochfläche der Ramsau zur führenden Tourismusregion der Steiermark.
Nach Überprüfung mehrerer Varianten war nach dem Bau der Dachsteinstraße zur Türlwandhütte der Standort der Talstation am Ende der Mautstraße vorgegeben. Die Vorarbeiten der steirischen Seilbahnerrichtungsgesellschaft wurden von der DAG in der Mitte der sechziger Jahre abgelöst. Das ehrgeizige Ziel der DAG eine Seilbahn Transversale über den Dachstein konnte mit dem Baubeginn der Dachsteinsüdwandbahn 1966 weiter verfolgt werden.

Anlagen der Dachstein Gletscherbahn

Der Bau der Bergstation am Hunerkogel stellte eine für damalige Verhältnisse technische Meisterleistung dar. Sowohl die geologischen-, bautechnischen- als auch logistischen Probleme konnten nur durch gutes Zusammenspiel aller beteiligten Planer und ausführenden Firmen gelöst werden. So mussten z. B. 70 m tiefe Spalten am Hunerkogel mit Beton aufgefüllt werden, nachdem der Gipfelbereich vorher abgesprengt wurde.
Gleichzeitig mit der Fertigstellung der Dachstein-Gletscher-Bahn im Jahre 1969 wurden zwei Gletscherschlepplift-Anlagen am Schladminger Gletscher errichtet. Ende der sechziger Jahre war der Bau von Schleppliften mit im Gletscher fundierten Stützen eine große Herausforderung und ebenfalls nur sehr schwer umzusetzen (ein Gletscher ist immer in Bewegung).


Bild: Bau der Materialseilbahn Talstation. Mit der Materialseibahn wurde sämtliches Material für den Bau der Bergstation transportiert.

Im Juni 1969 konnte die Gletscherbahn Ramsau nach 2,5 jähriger Bauzeit durch Bundespräsident Franz Jonas in Betrieb genommen werden. Bereits 3 Jahre später wurde der 1 Millionste Fahrgast begrüßt.
Die große Attraktivität der Seilbahnanlage konnte in den ersten Jahren durch ständig steigende Beförderungsfrequenzen bestätigt werden.
Der Schladmingergletscher-Lift wurde daher im Jahr 1974 auf eine Parallelanlage erweitert.
Von Beginn an wurden die Gletscherflächen auch für das Spuren von Langlaufloipen genutzt. Dieses Angebot konnte weiter gepflegt und ausgebaut werden, sodass sich heute der Dachsteingletscher im Sommer und Herbst als das führende internationale Trainingzentrum präsentiert.
Das alpine Angebot konnte im Jahr 1980 mit der Errichtung des Doppelsesselliftes Mitterstein als Verlängerung des Schladmingerliftes wesentlich verbessert werden.
Durch einen kurzen Tunnel unter der Austria-Scharte wurde der Zugang zum Edelgrieskar erleichtert. Somit steht den Gästen eine der spektakulärsten Freeride Abfahrten der Alpen zur Verfügung.


Bild: Errichtung der Materialseilbahn Bergstation

Das gastronomische Angebot wurde im Jahr 1992 durch den Anbau des Panoramarestaurants an die Hunerkogel Bergstation mit ca. 200 Sitzplätzen auf einen im wahrsten Sinne des Wortes sehr hohen Stand gebracht.


Bild: Der Bau der Talstation beginnt


Bild: Neben dem Materialtransport erfolgte auch der Personentransport unter sportlichen Bedingungen über die Materialseilbahn.

Kauf der Dachstein-Gletscherbahn durch die Planai-Bahnen

Am 7. März 2003 haben die Planai-Hochwurzen-Bahnen aus Schladming offiziell „den Dachstein“ übernommen.
Der „Südteil“ des Dachsteingletschers wurde von der DAG (Dachstein-Fremdenverkehrs AG-Oberösterreich) herausgelöst. Der Dachstein ist somit wieder fest in „Steirischer Hand“.

Da es der Vorbesitzer leider versäumt hat, auf die geänderten Marktverhältnisse zu reagieren, ging es besonders in den 90er Jahren mit den Beförderungszahlen bergab. Auch die Technik war hoffnungslos überaltert, sodass der neue Eigentümer bereits in den ersten beiden Betriebsjahren über € 8 Mio investieren musste, um ein marktkonformes Angebot bieten zu können.

Seither hat es die Planai-Hochwurzen-Bahnen GMBH als neue Eigentümerin wieder geschafft, dem Dachsteingletscher jene Alleinstellung am Markt und jene Bekanntheit zurückzugeben, die „dem Dach der Steiermark“ gebührt.

Ein durchdachtes Investitionskonzept, eine neue Produktpolitik (zusätzlich zum Basisangebot) sowie ein neues Marketingkonzept mit den Planai-Bahnen als österreichweit führendes Seilbahnunternehmen im Rücken waren ausschlaggebend, dem Berg der „Steirer“ neuen Elan einzuhauchen und europaweit zu positionieren. Dies alles unter dem Gesichtspunkt eines ordentlichen Kaufmannes, so wie es die Planai-Hochwurzen-Bahnen seit über 30 Jahren praktizieren.

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